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Unauffällig auch in der Sandale

OSM Hubert Gassenschmidt, Baden-Baden

Bei diesem (1983) sieben Jahre alten Mädchen handelt es sich um eine traumatische Vorfußamputation. Sie ist von einem Lkw angefahren worden. Der linke Vorfuß ist von medial nach lateral hin verlaufend ungefähr im Bereich der Chopartschen Gelenklinie schräg amputiert (Abb. 2 und 3). Es ist aber trotzdem eine gute Endbelastbarkeit gegeben. Das obere Sprunggelenk läßt sich gut bewegen, auch das untere Sprunggelenk ist frei. Es liegen reizlose Narben und Hautverhältnisse vor, wobei aber anzumerken ist, daß im Bereich des lateralen Fußrandes nur eine geringe Weichteildeckung vorhanden ist, so daß es hier leicht zu Druckschmerzen kommen kann. Zuerst erfolgte die Versorgung mit einem konventionellen Innenschuh mit eingebautem Vorfußersatz in leichter Hackenfußeinstellung und einer Abrollung dicht hinter dem Stumpfende. Die rechte Seite wird mit einer Einlage versorgt.


Im Laufe der Zeit fühlte sich die junge Patientin durch diesen Innenschuh eher behindert und zeigte eine ablehnende Haltung gegenüber diesem Hilfsmittel. Daraufhin wird der Versuch unternommen, die Versorgung mit einem Innenschuh in Halbschuhform und elastischem Vorfuß- beziehungsweise Zehenersatz durchzufahren. Der Aufbau der Vorfußprothese erfolgte in Gießharztechnik, wobei der Vorfuß sehr weich gehalten wird, um ein möglichst gutes Abrollen gewährleisten zu können (Abb. 1 und 4). Da, wie schon beschrieben, im Bereich des lateralen Fußrandes jedoch nur eine geringe Weichteildeckung vorhanden ist, wird die Außenseite sehr tief ausgeschnitten. Abb. 5 beweist, daß mit einem solchen Fußersatz sogar leichtes Schuhwerk getragen werden kann.

 

 

Bildmaterial
Abb. 1

Abb. 1


Abb. 2

Abb. 2


Abb. 3

Abb. 3


Abb. 4

Abb. 4


Abb. 5

Abb. 5


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